Australian Sheperd – Beschreibung

Paradoxerweise stammt der Australische Schäferhund nicht, wie sein Name vermuten lässt, aus Australien, sein züchterischer Ursprung liegt vielmehr in Nordamerika. Dort verkreuzten sich im 19.Jahrhundert verschiedene Hütehundrassen europäischer und australischer Einwanderer. Die so entstandene neue Rasse wurde zunächst “little blue dog” genannt. Sie wurde für die Herden der aus Australien importierten Merino-Schafe eingesetzt, den “Australian Sheep”, und erhielt daher den missverständlichen Namen “Australian Sheperd”.
Die Annahme, der Aussie sei ein Dingo-Mischling, beziehungsweise trage Dingo-Blut in sich, ist falsch. Selbst mit einem geringen Anteil an Dingo-Blut wäre er zu wild und somit für die Hütearbeit nicht geeignet.
Der 1957 in Arizona gegründete “Australian Sheperd Club of America” (ASAC) gab im Jahr 1977 den ersten Rassenstandard für den Australian Sheperd heraus; der aktuelle Rassestandard trat im Juni 2009 in Kraft.
Erst seit den 1970er Jahren ist diese Rasse auch in Europa bekannt, und erfreut sich seitdem wachsender Beliebtheit.
Der Australian Sheperd ist ein mittelgroßer Hund mit einem ausgeglichenen, geschmeidigen Körperbau. Der vom “Fédération Cynologique Internationale” (FCI) festgelegte Standard sieht eine Widerristhöhe zwischen 50,8cm und 58,5cm bei Rüden, sowie zwischen 45,7cm und 53,4cm bei Hündinnen vor. Das Gewicht des Hundes soll zur Größe passen, es ist durch den FCI nicht festgelegt.
Das halblange Fell mit seiner dichten Unterwolle ist relativ starr, leicht wellig und somit sehr wetterbeständig.
Sehr vielfältig sind die verschiedenen Fellfärbungen des Australian Sheperd. Aus den vier Grundfarben (black, red, red-merle und blue-merle), die auch für sich alleine vorkommen können, ergeben sich 16 verschiedene Fellfarben.
Der Aussie hat dreieckige, an der Spitze leicht abgerundete Kippohren und mandelförmige Augen in braun, bernsteinfarben oder blau, oder Kombinationen aus diesen Farben.
Das in den Vereinigten Staaten übliche Kupieren der Rute ist in Europa verboten, daher müssen, trotz des offiziell vorgeschriebenen FCI-Standards von maximal 10cm, alle Rutenlängen toleriert werden.
Trotz seines freundlichen und sanftmütigen Wesens ist der Australian Sheperd für Hundeanfänger nicht geeignet. Strenge und konsequente Erziehung durch einen erfahrenen Hundehalter sind nötig, um aus dem vierbeinigen Australier einen wesensfesten und ausgeglichenen Gefährten zu machen.
Für die harte Arbeit als Hütehund gezüchtet, verfügt der Aussie über eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein und Wachsamkeit, einen sehr gut entwickelten Schutzinstinkt,sowie eine Menge Energie und Bewegungsdrang. Seine Besitzer sollten daher unbedingt sehr aktive Menschen sein. Tägliche Spaziergänge oder Fahrradfahren reichen nicht aus, um den Australischen Schäferhund genügend zu fordern. Es bedarf sowohl physisch als auch mental anspruchsvoller Aktivitäten beim Hundesport, wie zum Beispiel Obedience, Agility, Dogfrisbee oder Sheepdog Trials, um den Aussie bei Laune zu halten. Sein “will to please”, das Streben, seinem Besitzer zu gefallen, macht ihn zu einem sehr gelehrigen Schüler.
Als Familienhund ist der Australian Sheperd nur bei artgerechter Auslastung geeignet. Dann aber ist er ein friedlicher, vergnügter und verspielter Kamerad, der sich stets für seine Menschen verantwortlich fühlt.
Behörden und Rettungsdienste bilden die wachsamen Australischen Schäferhunde mit dem ausgezeichnet entwickelten Schutzinstinkt gerne als Drogenspürhunde und zum Verfolgen von Fährten aus. Ein klassischer “Schutzhund” ist der Australian Sheperd wegen seines freundlichen und sanftmütigen Wesens allerdings nicht.
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Hund in der Wohnung halten

Bevor man sich überlegt ob man einen Hund in der Wohnung halten will, sollte man sich über die Hunderasse und damit auch die Größe des Wunschhundes klar sein. Neben Fachbüchern und vielen Internetforen kan man sich auch bei den örtlichen Hundevereinen sehr gut über die einzelnen Hunderassen informieren. Auch Hunde haben Rechte. So wird die artgerechte Haltung eines Hundes gesetzlich wie folgt vorgeschrieben: “Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen”. Weiterhin nachprüfen sollte man, ob es der jeweilige Mietvertrag überhaupt erlaubt Hunde zu halten. Eine Rücksprache vor dem Kauf eines Hundes mit dem Vermieter ist hier mit Sicherheit sinnvoll. Wohnt man in einem Mehrfamilienhaus sollte man die Auswahl der Hunderasse anders überdenken als in einem freistehenden Haus auf dem Land. Ein Dackel mag sich in einer kleinen Wohnung noch wohlfühlen, ob sich aber Besitzer und Bernhardiner in einer engen 1-Zimmer-Wohnung wohlfühlen ist fraglich.
Ein Hund braucht einen festen Schlafplatz (bitte nicht ihr Bett), einen Platz zum fressen und manchmal auch einfach nur seine Ruhe. Viele Hunde fühlen sich auch in tiergerechten Aussengehegen sehr wohl. Oft ist es für den häuslichen Familienfrieden besser, wenn ein Hund in einem Aussengehege lebt oder einen schönen Schlafplatz in einem warmen Keller hat. Wie in vielen Dingen, macht es oft die Mischung. Entscheiden Sie mit Ihrer Familie gemeinsam wo der Hund schlafen soll und zwar bevor der Hund zu Ihnen kommt. Bedenken sollte man auch bei der Auswahl “seiner” Hunderasse den Pflegeaufwand der verschiedenen Hunderassen. Ein Pudel braucht mehr Fellpflege als ein Rottweiler. Langhaarhunde hinterlassen mehr Haare in der Wohnung als Kurzhaarhunde.

Will man einen Welpen haben, muss man die “Zeit des Sauber werdens” in Kauf nehmen. Falls niemand sonst Zeit für den Hund hat, sollte man zum eigenen Wohl und zum Wohle des Hundes 2 Wochen Urlaub einplanen.

Oft hilft bei der schwierige Rassenauswahl eine persönliche Checkliste. Schreiben Sie Eigenschaften auf, die Ihnen und Ihrer Familie wichtig sind z.B. Kinderlieb, ruhiges Wesen, großer Bewegungsdrang, pflegeleichtes Fell, Wachhund…Vergleichen Sie Ihre Wünsche mit den Wesensmerkmalen der verschiedenen Hunderassen, so können Sie die große Auswahl der verschiedenen Hunderassen minimieren.Gerade die beliebten Hunderassen wie Deutscher Schäferhund, Dackel, Deutsch Drathaar, Golden Retriever, Labrodor, Rottweiler, Pudel, deutsche Dogge, English Cocker Spaniel oder z.B. Deutscher Boxer haben speziele Merkmale und Besonderheiten. Gehen Sie in den örtlichen Hundeverein. Sprechen Sie dort Besitzer “Ihrer Lieblingshunderasse” an. Man wird Ihnen mit Sicherheit gerne Auskunft und Tipps geben. Oft kennen Vereinsmitglieder auch Züchter der entsprechenden Rasse und können beim Kauf eines Hundes Tipps auf Ihre speziellen Fragen geben. Tipps zum Kauf eines Welpen und aktuelle Welpenpreise sind wertvole Informationen, die man unbedingt vor der Anschaffung eines Welpen wissen sollte. Manche Rassen sind schon in der Anschaffung sehr teuer. Braucht Ihr Hund einen langen “Stammbaum”? Die Kosten für kleine oder große Hunde sind sehr unterschiedlich. Ein Bernhardiner braucht täglich mehr Fressen als ein Dackel. Sind Ihnen die Kosten für Tierarzt, Hundesteuer und Hundeversicherungen bekannt? Auch Hundevereine und Hundeschulen kosten Geld.

Inzwischen gibt es in Deutschland viele Hundeschulen die Welpenschulen anbieten. In Welpeprägestunden lernen die jungen Hunde mit den alltäglichen Dingen des Alltags umzugehen wie Verkehrserziehung, Umgang mit Lärm usw.. In der Welpenspielstunde lernen Herrchen (+ Frauchen) und Welpe das Miteinander. Denn Hund und Herr müssen ein Team werden, wobei von Anfang an klar sein muß wer der Chef (oder die Chefin) ist. Hierbei sollte aber nicht der Hund gewinnen. Es gibt Rassehundeklubs die sich auf bestimmte Rassen spezialisiert haben oder Vereine für alle Hunde. Das Erlernte sollte bei regelmäßigem Training gefestigt werden. Nicht ist schlimmer, als ein nerviger Hund der nicht hört und jeden anderen Hund beißt. Der gemeinsame Spaziergang sollte der Erholung dienen und nicht in einem täglichen Kampf enden.

Spielt man mit dem Gedanken Hundezüchter zu werden, sollte man eines Klar unterscheiden: Will man Rassehunde züchten oder einfach nur miterleben, wie ein Hund Welpen wirft und großzieht. Hundezüchter ist jeder, der eine Hündin besitzt, die Wepen hat.
Die Rassehundezucht ist innerhalb des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) durch Zuchtbestimmungen geregelt. Durch die jeweiligen Rassehundeklubs und Zuchtverbände werden die Aufgaben der Zuchtregelung vor Ort im Einzelnen übernommen. Jeder Rassehund hat eigene Vorschriften und Bestimmungen. Mann sollte Mitglied im Rassehundeclub sein um an den für die Zucht oft vorgeschriebenen Prüfungen teilnehmen zu können.Mitglied im Hundeverein bedeutet aber auch die Vor- und Nachteile eines Vereinslebens mitzumachen. Je bekannter die Hundemama ist (Ausstellungen usw.) desto leichter (und oft auch teurer) lassen sich die Hundewelpen verkaufen. Gutes Marketing macht auch vor Hundezüchtern nicht halt.

Ob man Züchter von Rassehunden oder einfach nur Züchter werden will hängt auch noch von vielen anderen Faktoren ab. Hat man überhaupt die notwendige Zeit und den Platz um eine Hundezucht durchführen zu können. Was passiert mit den Welpen wenn man keinen Käufer findet? Und der Urlaub? Ist auch dem Rest der Familie klar, was es bedeutet Hundewelpen zu haben. Gerade Kinder finden Welpen total süß. Sind sie aber auch bereit die Welpen nach einer angemessenen Zeit wieder herzugeben?

Ein Hund ist kein Möbelstück, sondern eine Bereicherung für die ganze Familie mit all seinen Vor- und Nachteilen.

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